Der DGE-Ernährungskreis – Gruppen & Verhältnisse

Der DGE-Ernährungskreis erklärt: sieben Lebensmittelgruppen als Segmente eines Kreises, mit überwiegend pflanzlicher Betonung. Wie sich der Kreis zur Ernährungspyramide verhält.

Der DGE-Ernährungskreis

Der Ernährungskreis der DGE zeigt die Lebensmittelgruppen als Segmente eines Kreises. Je größer ein Segment, desto mehr darf aus dieser Gruppe gegessen werden — insgesamt zu mehr als drei Vierteln pflanzlich und knapp einem Viertel tierisch.

Sieben Gruppen, ein Verhältnis

Der Kreis teilt alle Lebensmittel in sieben Gruppen: Getränke in der Mitte, dazu Obst und Gemüse, Getreide und Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Nüsse, Milch und Milchprodukte, Öle und Fette sowie Fisch, Fleisch, Wurst und Eier.

Die Botschaft steckt in den Flächen: Je größer eine Gruppe, desto mehr kann daraus gegessen werden. Feste Prozentwerte nennt die DGE seit der Überarbeitung 2024 bewusst nicht mehr — wichtig ist die Wochenbilanz, nicht die einzelne Mahlzeit.

Hülsenfrüchte und Nüsse: neu seit 2024

In der Fassung von 2024 haben Hülsenfrüchte und Nüsse ein eigenes Segment bekommen — ein deutliches Signal, pflanzliches Eiweiß aufzuwerten. Der Kreis gilt für gesunde Erwachsene mit einem Bedarf von rund 2.000 kcal am Tag; Getränke stehen mit rund 1,5 Litern in der Mitte.

Ältere Darstellungen nannten feste Prozentwerte je Segment. Diese Zahlen stammen aus der Zeit vor 2024 und sind heute überholt; diese Seite gibt sie nicht als aktuelle Empfehlung wieder.

Kreis oder Pyramide?

DGE-ErnährungskreisBZfE-Ernährungspyramide
FormKreis mit 7 SegmentenPyramide mit 22 Bausteinen
HerausgeberDGE (Fachgesellschaft)BZfE / BLE (Bundesbehörde)
KernfrageIn welchem Verhältnis?Wie viele Portionen pro Tag?
MengenangabeAnteil über die Segmentgrößezählbare Portionen (Bausteine)
Maßrelativer Flächenanteildie Hand als Portionsmaß

Kreis und Pyramide stammen beide aus Deutschland und stimmen inhaltlich überein — sie beantworten nur unterschiedliche Fragen.

Von der Referenz zur Praxis

Kurz: Der Kreis liefert das Prinzip, die Ernährungspyramide die Praxis. Beide beruhen auf denselben DGE-Empfehlungen.

Wer die Anteile in konkrete Portionen für den eigenen Tag übersetzen möchte, nutzt den Portionsrechner — er schätzt den Energiebedarf und ordnet die Gruppen entsprechend zu.